Besucherrekord beim Traditionpflügen 2014

13.April 2014 Plüschow/ Meierstorfer Kreuzung
„Diese Veranstaltung hat unsere Erwartungen völlig übertroffen“,

sagte Erhard Bräunig (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Plüschow. Deren Dorfclub hatte gemeinsam mit der Treckerbude Plüschow, einem nicht eingetragenen Verein von Trecker- Freunden, gestern zum zweiten Mal zum Oldtimerpflügen auf einen Acker der Agrargenossenschaft Plüschow eG eingeladen.

Waren im vergangenen Jahr bei Regenwetter etwa 250 Gäste da, so lockte der Sonnenschein gestern Vormittag weit mehr als 600 Besucher. 35 aktive Teilnehmer führten ihre mindestens 30 Jahre alten Traktoren vor. „Das älteste Fahrzeug hier ist ein Landbuldog, Baujahr 1940. Er wird noch mit der Hand angekurbelt“, sagte Michael Weiß (43), Vorsitzender der Treckerbude und stellvertretender Vorsitzender des Dorfclubs. „Er gehört Wolf-Dieter Hey aus Schönberg. Er ist mit ihm auf der Straße hergefahren.“ Voll funktionstüchtig also. „Wir haben auch zahlreiche Belarus-Modelle. Ich selber habe einen Kramer KB180, Baujahr 1957. Er fährt 20 Stundenkilometer“, erzählte Michael Weiß.

Eigentlich arbeitet er als Molkerist, schraubt in seiner Freizeit aber liebend gerne an alten Traktoren. Seine Freundin Monika Huber (32) schraubt nicht mit, lächelte aber verständnisvoll: „Ich habe ihn ja so kennengelernt.“ Unter den Besuchern waren viele Kinder, die teilweise sogar selber einige Runden im Trecker mitfahren durften. Levent (2) aus Grevesmühlen zeigte allerdings schon reichlich Respekt, als sein Papa Ismail Celep ihn bloß auf den Sitz eines der aufgereihten Fahrzeuge hob. „Wir sind extra gekommen, weil er so ein Begeisterter Trecker-Fan ist“, berichtete der Papa.

Die gastronomischen Anbieterwaren auf einen derart großen Ansturm nicht vorbereitet. So mussten Getränke und Schmalzstullen nachgeholt werden. „Möglicherweise werden wir neue Strukturen schaffen müssen“, sagte Erhard Bräunig. Eventuell müssten nächstes Jahr ein neues Feld „beackert“ und mehr Parkplätze geschaffen werden.

Quelle: OZ 14.04.14 von Ulrike Oehlers